Weitere Pressemeldungen anzeigen
Zuklappen!
Legen Sie fest welche Pressemitteilungen angezeigt werden.
04.03.2010
Mailen Drucken
 
Entdecker-Wettbewerb: Vier Hauptpreise gehen nach Nordrhein-Westfalen
Sieger aus Münster, Jüchen, Gladbeck und Eslohe – Anmeldungen für Wettbewerb 2010 bereits jetzt möglich
BUNDSpechte
Die Natur natürlich sein lassen: Mit dem Projekt „Geliebte Wildnis“der "BUNDSpechte" aus Jüchen in Zusammenarbeit mit der BUND-Ortsgruppe belegten bei den 13- bis 16-Jährigen in der Kategorie „Kreativ kommunizieren“ den ersten Platz.
Naturgarten Paulinum
Bis zu den Knien im Wasser: Den ersten Platz in der Kategorie „Natur erforschen“ in der Altersgruppe zehn bis zwölf Jahre belegt die „Naturgarten-AG“ des Gymnasiums Paulinum in Münster.
Quälingsbach
Genau hingeschaut: Den dritten Platz in der Kategorie "Kreativ kommunizieren" in der Altersgruppe der 13- bis 16-Jährigen belegt die 10. Klasse der Fröbelschule in Gladbeck.
PfarreiCO2frei
Voller Einsatz im Grünen: Die Gewinnergruppe „Pfarrei CO2frei“ aus Eslohe gewinnt einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der GTZ-Zentrale bei Frankfurt.

Osnabrück. Vielfalt-Entdecker waren gesucht – die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat rund 1.400 gefunden: Zum zweiten Mal waren Kinder und Jugendliche aufgerufen, sich am bundesweiten DBU-Schüler- und Jugendwettbewerb „Entdecke die Vielfalt! zu beteiligen. Eine hochkarätige Jury hat die 86 Beiträge zum Thema biologische Vielfalt jetzt in den beiden Altersgruppen der Zehn- bis Zwölfjährigen und der 13- bis 16-Jährigen bewertet. Gleich vier Hauptpreise gehen nach Nordrhein-Westfalen (NRW): Die „Naturgarten-AG“ des Gymnasiums Paulinum in Münster und die „BUNDSpechte“ aus Jüchen haben für ihre Beiträge jeweils erste Plätze und damit je 1.000 Preisgeld abgeräumt. Die 10. Klasse der Fröbelschule in Gladbeck darf sich für ihren dritten Platz über 300 Euro freuen. Den Sonderpreis der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) erhält die Gruppe „Pfarrei CO2frei“ aus Eslohe. Anmeldungen für den Wettbewerb 2010 sind jetzt auf der Internetseite www.entdecke-die-vielfalt.de möglich.

Biologische Vielfalt in drei Kategorien unter die Lupe genommen

DBU-Generalsekretär und Juror Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde zeigte sich vom Engagement beeindruckt: „Es ist großartig, mit wie viel Kreativität und Methodik die Schüler an das Thema herangehen und das Wettbewerbsthema von unterschiedlichen Seiten beleuchten.“ Ob Bewerbungen als Einzelperson, Gruppe oder ganze Schulklassen: Die biologische Vielfalt sollte während des bundesweiten Wettbewerbs „unter die Lupe genommen“ werden – sowohl zu Hause wie auch weltweit. Zur Auswahl standen die Kategorien Natur erforschen“, „Verantwortlich handeln“ und „Kreativ kommunizieren“ in den Altersgruppen zehn bis zwölf Jahre und 13 bis 16 Jahre. Die Kinder und Jugendlichen installierten zum Beispiel Nistkästen, pflanzten Walnussbäume in China, bauten Wanzen- und Pflanzenbeete oder schrieben ihr eigenes Musical. 

Schüler verwandelten ungenutzte Grünfläche in Münster in Experimentiergarten

Gleich vier von insgesamt 18 vergebenen Hauptpreisen gehen nach Nordrhein-Westfalen: Den ersten Platz in der Kategorie „Natur erforschen“ in der Altersgruppe zehn bis zwölf Jahre belegt die „Naturgarten-AG“ des Gymnasiums Paulinum in Münster. 14 Schüler verwandelten eine ungenutzte Grünfläche der Stadt in einen Erlebnis-, Forschungs- und Experimentiergarten. Dabei arbeiteten sie mit dem Grünflächenamt und einer Gartenbaufirma zusammen. Heute werden der Garten und seine Produkte nicht nur fächerübergreifend von allen Klassenstufen genutzt – etwa in der Schulmensa -, sondern auch von den Schülern weiterentwickelt. „Ein Projekt mit hohem Praxisbezug“, lobte die Jury.

Plädoyer aus Jüchen für mehr Artenvielfalt: Teile der Natur 'ungepflegt' lassen

Ebenfalls einen ersten Platz belegen die „BUNDSpechte“ aus Jüchen. Mit dem Projekt „Geliebte Wildnis“, das sie in Zusammenarbeit mit der BUND-Ortsgruppe initiierten, räumen sie bei den 13- bis 16-Jährigen in der Kategorie „Kreativ kommunizieren“ ab: Mit Informationsschildern wurden Gärten und freie Flächen in der Gemeinde als „Wildnisflächen“ gekennzeichnet. Ziel war es, die Menschen zu motivieren, Teile der Natur bewusst „ungepflegt“ zu lassen. Ein Plädoyer für mehr Artenvielfalt vor der Haustür, das die Jury vor allem auch durch die anschließende Ausstellung über das Projekt begeisterte.

Jury lobt Engagement der Fröbelschule: Bachpatenschaft und Kooperation mit Stadt Gladbeck

Den dritten Platz in derselben Kategorie und derselben Altersgruppe belegt die 10. Klasse der Fröbelschule in Gladbeck. Vor zwei Jahren hatten die Schüler nach einer Projektwoche eine Wasser-Arbeitsgemeinschaft gegründet. Sie kümmerten sich um die Untersuchung und Instandhaltung des nahe gelegenen Quälingsbachs, für den sie auch langfristig eine Patenschaft übernahmen haben. Wichtig ist der Gruppe nicht nur die Kooperation mit Einrichtungen der Stadt Gladbeck, sondern auch die kreative und ansprechende Aufbereitung ihrer Arbeit für die Öffentlichkeit. So ist für einen Informationsstand beispielsweise ein „Wasserrap" entstanden. Die Jury lobte diesen kreativen Ansatz und das umfassende Engagement, das die Schüler in ihr Projekt stecken.

Der Sonderpreis der GTZ geht nach Eslohe an die Gruppe "Pfarrei CO2frei"

Neben den Plätzen eins bis drei pro Kategorie und Altersgruppe, die mit je 1.000, 500 und 300 Euro ausgestattet sind, gab es in diesem Jahr auch einen Sonderpreis. Gestiftet wurde er vom Kooperationspartner des Wettbewerbs, der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Auch dieser Preis geht nach NRW: Die Gewinnergruppe „Pfarrei CO2frei“ aus Eslohe erhält während eines Tagesausflugs in die GTZ-Zentrale in Eschborn bei Frankfurt einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen des international tätigen Bundesunternehmens. Während ihrer Firmvorbereitung hatten die 15 Jugendlichen eine Projektgruppe gegründet und die Umweltbelastungen der Gemeinde genauer untersucht: Bringt es Vorteile, Bäume zu pflanzen, um dem Gasausstoß etwas entgegen zu setzen? Sie beließen es nicht bei der Theorie, sondern sie griffen auch zum Spaten und pflanzten ursprünglich in ihrer Region beheimatete Bäume wie Buchen, Wildkirsche und Wildapfel. 

Kategorie "Verantwortlich handeln": Auszeichnungsveranstaltung in der GTZ-Zentrale 

Die Erstplatzierten werden in ihrem Heimatort ausgezeichnet, die Gewinner der Plätze eins bis drei der Kategorie „Verantwortlich handeln“ während einer Veranstaltung in der GTZ-Zentrale. Im März startet der Wettbewerb erneut. Anmeldungen sind schon jetzt auf der Internetseite www.entdecke-die-vielfalt.de möglich.

Nach Oben | Kontakt | Wegbeschreibung | Impressum