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Batgirls liebenswerte Gesellen | LBV Batgirl_Mailen Drucken
Batgirls liebenswerte Gesellen
Fransi
Fransi, der erste Pflegling, an den ich mich erinnern kann
Naturtagebuch
Ein Auszug aus meinem Naturtagebuch
Langohr Winterschlaf
Braunes Langohr in einem Keller tief im Winterschlaf
Langohrbaby
Langohrbaby Carolus und ich
Fransenfledermäuse
Fransenfledermauswochenstube in einem Kasten
Bechsteinfledermaus
Bechsteinfledermaus aus einem Kasten
Bechsteinfledermaus
Hier lasse ich sie nach der Bestimmung wieder frei
wiegen
Meine Pfleglinge wiege ich regelmäßig
Babymarwoltuk
Abendseglerbaby Marwoltuk wenige Tage alt
Ausmisten
Beim Ernten von Fledermausguano auf einem Kirchendachboden
Guano
Hier kippen wir den Fledermausguano auf einen Anhänger
Flederberg
Meine Fledermauskurzgeschichte
Fernsehteam
Fernsehteam vom Bayerischen Rundfunk bei mir zu Hause
Flugübungen
Flugübungen mit meinen Abendseglern
Abendsegler am Fressnapf
Meine Abendseglerpfleglinge am Fressnapf
Batnight
Fledermausbeobachtungsabend mit einer Schulklasse
Fledermausspiele
Ich bringe anderen Kindern das Spiel "Rettet die Fledermaus" bei
Vortrag
Ich bei meinem Fledermausvortrag am Zoologischen Institut der Uni Erlangen
vortrag dorflinde
Mein Vortrag in der Dorflinde in Langenfeld
Felis Abenteuer
Mein Fledermauskrimi
Präsident
Der Bundespräsident besucht mich am Stand
Mausohren
Lieber Batgirl als Badgirl!

Einleitung

 

Die erste Fledermaus, an die ich mich erinnern kann, hieß Fransi. Es war eine Fransenfledermaus. Da war ich drei Jahre alt. Ich war damals stolz sagt meine Mama, dass ich mich auch schon um Fransi mitkümmern durfte. Dann folgten Zweifarbfledermaus Loni, Rauhautfledermaus Wilma, Langohr Kerstin, Abendsegler Kelly, Kleinabendsegler Liesel, ja, und viele, viele andere. Nun, ich bin jetzt 13 und beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Fledermäusen, weil meine Eltern Biologen sind und bei uns eben oft geschwächte Fledermäuse abgegeben werden. Immer wieder bekommen wir flugunfähige Fledermäuse ins Haus; im Schnitt so zehn pro Jahr. So habe ich immer wieder das große Glück, neue Arten kennen zu lernen und mitzuhelfen, die Tiere zu pflegen. Anfangs, als ich noch klein war,  durfte ich dies natürlich nicht selbst tun, um den Tieren nicht zu schaden. Doch seit einigen Jahren übernehme ich meistens die Pflege selbstständig, und das macht mir einfach großen Spaß. Meine Eltern unterstützen mich natürlich dabei.

 

Meine Forschungen

Seit ich schreiben kann, schreibe ich über meine Beobachtungen an Tieren Naturtagebücher. Darin kommen auch viele Erlebnisse eben mit Fledermäusen vor. Mein letztjähriges Naturtagebuch könnt ihr euch hier angucken wenn ihr wollt:

http://www.xup.in/dl,98414651/Mit_Tieren_per_Du-Druckerei.pdf/

Ab 2006 habe ich mich noch etwas intensiver mit Fledermäusen beschäftigt. Ich habe alles über meine Pfleglinge erstmal in mein Naturtagebuch aufgeschrieben und dann meine Arbeit mit dem Titel „Fledermäuse in Not“ auch bei Schüler experimentieren (die Juniorsparte von  Jugend forscht) eingereicht. Da habe ich mich sehr gefreut, als ich beim Regionalwettbewerb 2007 für meine erstellten Poster und die Standpräsentation den Preis für den schönsten Stand bekommen hatte. Meine Arbeit (Kurz- und Langfassung) könnt Ihr Euch auch in der Datenbank Jufobase unter diesem Link angucken:

http://snipr.com/4hugr

Im Herbst 2007 durfte ich meine Feldermausposter bei der jährlichen Tagung der Fledermausschützer Nordbayerns in Erlangen und im Sommer 2008  Jahr an unserem Landratsamt in Neustadt/Aisch präsentieren.

 

Fledermauskontrollen

Im Winter beteilige ich mich regelmäßig in unserem Landkreis an Kellerkontrollen. Bei uns gibt es keine natürlichen Höhlen und so überwintern hier Fledermäuse in alten Bier- oder Felsenkellern. Wir zählen die Tiere und bestimmen die Arten.

Im Sommer suche ich Wochenstuben auf. Das sind Ansammlungen von Weibchen, die dort ihre Jungen kriegen. Auch da werden die einzelnen Tiere gezählt. Die Daten dienen der Forschung und fließen in den Bayerischen Verbreitungsatlas der Fledermäuse mit ein.

Viele Fledermäuse verstecken sich in Vogelnistkästen und auch speziellen Fledermauskästen. Diese werden im Herbst saubergemacht. An diesen Säuberungsaktionen hab ich schon oft teilgenommen. Das ist total spannend, da in den Kästen oft verschiedene Fledermäuse hängen, die man dann aus nächster Nähe betrachten kann.

Im Jahr 2008 habe ich neben vielen Zwergfledermäusen schwerpunktmäßig zwei Mausohrmännchen und zwei Abendsegler versorgt. Ramona, so nannte ich das Abendseglerweibchen, wird leider flugunfähig bleiben, da sie von einer Baumfällung stammt und schwer verletzt war. Am 10. Mai 2008 hat Ramona ein Baby zur Welt gebracht, ein Männchen, das ich Marwoltuk getauft habe. Es ist wirklich eine Besonderheit, die Entwicklung einer Fledermaus von der Geburt an hautnah mitzubekommen. Ich habe alles genauestens dokumentiert und meine Ergebnisse im Frühjahr 2009 in meiner Schüler experimentieren-Arbeit „Mit Abendseglern per Du“ zusammengefasst, die ebenfalls auf Jufobase online ist:

 

http://snipr.com/rqdm6

 

Einen von mir geschriebenen Artikel hat die Initiative AiS (Artenschutz im Steigerwald) zusammen mit einigen Fotos, die ich mit meiner Digitalkamera geknipst habe, auf ihre Homepage gestellt:

 

http://www.artenschutz-steigerwald.de/pageID_6153551.html

Meine Fledermausschutzaktivitäten

 

Fledermausvortrag

Über die Entwicklung von Marwoltuk habe ich auch eine Powerpointpräsentation erstellt, die ich im März 2009 beim Stammtisch vom LBV (Landesbund für Vogelschutz) zeigen durfte. Am 10. Oktober 2009 habe ich meinen Powerpointvortrag sogar an der Uni Erlangen beim Treffen der nordbayerischen Fledermausschützer halten dürfen. Der Hörsaal war voll, kamen weit über 100 Fledermausinteressierte zusammen  und ich hab sogar ein Mikrofon bekommen. Am 20. November habe ich über meine Erfahrungen mit Fledermäusen im Mehrgeneratioshaus Dorflinde in Langenfeld vor ca. 30 Senioren gesprochen. Demnächst soll ich meinen Vortrag auch an meinem Gymi vor den fünften Klassen halten.

Hier könnt Ihr euch meine Powerpointpräsentation auch runterladen:

http://www.sendspace.com/file/aoh48f

Fledermausexkursionen

Neben der Pflegetätigkeit, die doch ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt, beteilige ich mich an weiteren Fledermausschutzmaßnahmen. So helfe ich jedes Jahr bei der Europäischen Batnight mit, die der LBV hier bei uns im Landkreis seit Jahren veranstaltet. Da beobachten wir mit einem Batdetektor Fledermäuse an ihren natürlichen Lebensräumen, das ist ziemlich spannend, und anhand der Ultraschalllaute kann man sogar einige Arten unterscheiden. Da meistens zu dieser Batnight wie zu anderen Fledermausexkursionen für Schulklassen ziemlich viele Leute kommen, helfe ich immer gerne mit. Das sind im Schnitt an die zehn Fledermausabende im Jahr. Wenn die Gruppe recht groß ist, übernehme ich, während Mama den Erwachsenen was über Fledermäuse erzählt, die kleineren Kinder und mache mit denen Fledermausspiele wie „Fledermaus und Motte“ oder „Rettet die Fledermaus“.

Fledermausguano

Zusammen mit andern Fledermausschützern (von unserem Arbeitskreis Fledermausschutz) räume ich regelmäßig von Mausohren zugekotete Kirchendachböden auf. Die  letzte Aufräumaktion war am 21.11.09. Den Guano werde ich nun in Tüten verpacken und an Hobbygärtner als wertvollen Dünger verschenken. Auch plane ich im nächsten Frühjahr bei unserem Frühlingsmarkt einen extra Stand mit dem Fledermausdünger. Für das Geld, was ich da einnehmen werde, will ich Fledermauskästen kaufen.

Dauerpfleglinge

Zur Zeit (Stand 21.11.2009) habe ich zwei Abendsegler (Ramona und Marwoltuk) und das Kleinabendseglerweibchen Ashley in Pflege. Diese Tiere bleiben bei uns als Dauerpfleglinge, da sie in der freien Natur keine Überlebenschance hätten. Da sie sehr niedlich und auch zahm sind, leisten sie gute Hilfe dabei, Kindern und auch Erwachsenen Fledermäuse näher zu bringen.

 

Kreatives über Fledermäuse

Meine Fledermauskurzgeschichte

In der Schule hatten wir auf, einen Erlebnisaufsatz zu schreiben, der mit Tieren zu tun haben sollte. Ich schrieb einen mit dem Titel „Mein erster Schultag am Flederberg“ und versetzte mich in die Lage von einer jungen Fledermaus namens Mimi. Für diesen Aufsatz bekam ich beim Europäischen Literaturwettbewerb der Literaturwerkstatt Graz einen Preis und mein Aufsatz wurde sogar in einem Buch abgedruckt. Darüber war ich schon ein bisschen stolz. Kopien davon nehme ich auch immer zu Fledermausveranstaltungen mit und verschenke sie dort. Ich glaube, meine Kurzgeschichte hab ich allein bestimmt schon an über 500 Leute verteilt. Viele Lehrer haben die auch schon oft für ihre Schulklassen weiter kopiert.

 

Mein Fledermauskrimi


„Felis Abenteuer“ ist eine längere Fantasiegeschichte, die ich mir anlässlich von Mamas Geburtstag ausgedacht und zu Papier gebracht habe. Sie handelt über ein kleines, aufgewecktes Mausohrbaby namens Feli. Bei dem ersten Ausflug mit ihrer Mutter geht jedoch einiges schief und die kleine Fledermausdame landet vorübergehend in menschlicher Gefangenschaft. Die Geschichte hat 28 Seiten und ich habe sie erstmal hundertmal drucken lassen. Die habe ich dann dann an alle meine Freunde verschenkt habe sowie an befreundete Fledermausschützer. Nun habe ich sie nachdrucken lassen, denn sie scheint allen recht gut zu gefallen. Die Druckkosten habe ich von meinem letztjährigen Preisgeld, das ich bei diesem Wettbewerb für mein Mehlschwalbenprojekt erhalten habe, bezahlt. Nun bin ich dabei, meinen "Fledermauskrimi" an Kindergärten und Grundschulen in unserem Landkreis zu verteilen.

Übrigens hatte ich am 25. Oktober 2009 die Ehre, zusammen mit vier anderen VielfaltEntdecker-Gruppen den Bundespräsidenten zu treffen. Wir waren als Gäste zur Verleihung des Deutschen Umweltpreises eingeladen. Herr Köhler kam an unseren Stand und hat sich mit uns allen über unsere Projekte unterhalten. Das fand ich total nett, denn er hatte ja nur wenig Zeit. Ich konnte ihm auch mein "Felis Abenteuer" überreichen und hab ihm sogar eine Widmung reingeschrieben.

Medien

 

Auch die Presse interessiert sich von Zeit zu Zeit für meine Pfleglinge. Des Öfteren waren Berichte über meine Pfleglinge in der Fränkischen Landeszeitung oder im Fränkischen Tag.  Sogar der SPIEGEL hat im Dezember 2007 über mich berichtet. Es ging dabei nicht nur um Fledermäuse, sondern auch um meine Naturtagebücher. Auf dem Bild bin jedoch ich abgebildet, wie ich gerade meinen Bechsteinfledermauspflegling Martin füttere. Der Artikel ist auch online:

 

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,530920,00.html

 

Franken-TV hat mich am 1. April 2008 besucht und einen kurzen Film über mich gedreht, der über Franken-Sat in den Sendungen "Westzeit" am 9. April und "Für alle Felle" am 18. April gesendet wurde. Auch die Fledermäuse kommen darin nicht zu kurz:

 

http://78.47.12.219/teddy/20080502_fuerallefelle_teddy.avi

 

Stefan Raab hat mich am 14. Mai 2008 in seine Sendung TV-Total eingeladen, in der ich über meine Fledermauspfleglinge berichten konnte. Ramona, das Abendseglerweibchen, und ihr Baby Marwoltuk haben prima mitgemacht. Ich bin sicher, dass alle, die die Sendung gesehen haben, Fledermäuse sympathisch finden:

http://tvtotal.prosieben.de/tvtotal/videos/player/?contentId=19730

 

Am 26. September 2008 bekam ich Besuch von einem Fernsehteam vom Bayerischen Fernsehen, das sich speziell für meine Fledermäuse interessierte. Der Beitrag wurde im Oktober in der Abendschau in der Rubrik „Mein bester Freund“ ausgestrahlt und nun, ein Jahr drauf, wiederholt und ist nun auch online:

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/frankenschau-aktuell/video-fsa-meinbesterfreund-fledermaus-ID1254737184821.xml

Am 9. Mai 2009 hatte ich die Ehre, zusammen mit meiner zahmen Ramona als Studiogast in die Sendung „Deutschland tut was – Jede Stunde zählt“ eingeladen zu werden, die auf ARD live ausgestrahlt wurde. Das war die Auftaktsendung zur ARD-Themenwoche „Ist doch Ehrensache“ und es waren ganz berühmte Studiogäste wie Alfred Biolek, Ulrich Wickert und auch Vicky Leandros als Sängerin dabei:

 

http://www.fritz-maring.de/lenka/lenka_2009_05_09.avi

 

Ausblick

 

Die Beschäftigung mit Fledermäusen ist zeitaufwändig, macht mir aber großen Spaß. Fledermäuse sind leider nicht überall gleich beliebt. Zahme Pfleglinge (insbesondere Dauerpfleglinge) eignen sich wunderbar dafür, Kindern und Erwachsenen diese Tiergruppe näher zu bringen. Alle meine Freundinnen, die auch nur einen meiner Pfleglinge aus der Nähe gesehen haben, waren sofort hellauf von diesen Tieren begeistert. Ich glaube Kinder mögen Fledermäuse, nur wenn ihnen eingeredet wird, Fledermäuse wären hässlich oder gefährlich, dann leider nicht mehr. Aber auch die meisten älteren Menschen (bis auf wenige Ausnahmen) finden Fledermäuse schön, wenn sie so ein Tierchen aus der Nähe sehen und es sogar mal streicheln dürfen.

Auch weiterhin will und werde ich mich mit Fledermäusen beschäftigen und Pfleglinge aufpäppeln sowie anderen Menschen zeigen, wie man mit diesen Tieren umgeht. Schließlich brauchen Fledermäuse auch unseren Schutz.

 

 

Wie im Titel zu sehen ist habe ich mich Batgirl (und nicht Badgirl) genannt. Ich möchte einfach Interesse für Fledermäuse wecken und auch zeigen, dass Kinder in meinem Alter sich durchaus im Fledermausschutz engagieren können. Vielleicht gibt es dann bald in jedem Landkreis Batgirls und auch Batboys? Das wäre super!


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Scheinfeld
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