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Schutz der Vielfalt durch nachhaltige Bildung und neuartige Perspektiven - Bionik
Im ersten Schritt wurden Jugendliche zu Wissensmultiplikatoren von Mitarbeitern des TJP ausgebildet.
Im ersten Schritt wurden Jugendliche zu Wissensmultiplikatoren von Mitarbeitern des TJP ausgebildet.
Auch hier galt schon der Grundsatz: Wissen selber zu begreifen und nachzuvollziehen, um es später besser an andere weiter geben zu können.
Durch einen Besuch am Institut für Bionik und Evolutionsstrategien, konnten wir unser Wissen noch weiter vertiefen.
2 in 1: Der Sandfisch aus dem Institut für Bionik und Evolutionsstrategien ist zum einen Beispiel für die beeindruckende Artenvielfalt der Natur (Er kann im Sand schwimmen und tauchen), zum anderen ist er für den Artenschutz von Bedeutung, da sich nach dem Vorbild seiner glatten Haut reibungs- und damit verschleißarme Technik entwickeln lässt was eine enorme Einsparung an Material bedeutet.
Hier könnt ihr mich als ausgebildeten Wissensmultiplikator sehen, wie ich gerade mein Wissen an jüngere weitergebe.
Die Kinder und jugendlichen müssen auch in den von mir geleiteten Projekten das Wissen nachvollziehen und eigene Modelle anfertigen, die sie selbstverständlich mitnehmen können, um ihr Wissen weiter zu geben.
Hier wurde, ein Model der Stützstruktur der Seerosen nachgebaut...
...und im praktischen Versuch wird gleich bewiesen, welche VIelfältigen, effizienten und materialsparende Konstruktionen die Natur erfunden hat. Die verwendete Pappe war ursprünglich kaum dicker als normales Papier.
Die jungen Menschen müssen das bereitgestellte Wissen nicht nur aufnehmen, sondern auch lernen es weiterzugeben und anderen zu präsentieren.
Hallo! Ich heiße M., bin 19 Jahre alt und hatte nach dem ich mein Abitur erfolgreich abgeschlossen habe das Bedürfnis, ein nachhaltiges, praktisches Konzept zu Entwickeln und in die Tat um zu setzten, um den Erhalt der Natur zu fördern, die Zerstörung der Biodiversität auf zu halten und den Klimawandel so gut wie möglich einzudämmen. Für meinen beruflichen Werdegang kann ich mir eine Betätigung in dem Bereich der nachhaltigen Entwicklung auf gesellschaftlicher, politischer, sowie wissenschaftlicher Ebene sehr gut vorstellen, und da ich mich schon vorher eingehend mit der Klima- und Umweltzerstörungsproblematik auseinandergesetzt habe, ist schon im Laufe meiner Schulzeit eine Idee entstanden, wie ein nachhaltiges und wirksames Konzept zur Erhaltung der Natur aussehen könnte.
Nach der Beendigung meiner Schullaufbahn hatte ich dann zum ersten Mal genügend Zeit und Freiraum dieses Konzept zu verwirklichen. Die Frage „Warum engagierst du dich für den Erhalt der Biodiversität?“ ist einfach zu beantworten. Wenn man sich mit der Klimaproblematik tiefgehender beschäftigt, kommt man zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass der Erhalt der Biodiversität unserer Erde eines der primären Ziele bei der Eindämmung des anthropogenen Klimawandels sein muss, denn die Bedeutung der Biodiversität für ein intaktes Ökosystem und damit ein sich selbstregulierendes, globales Klima ist enorm. Das Aussterben von so genannten Schlüsselarten wie zum Beispiel der Haie kann den Zusammenbruch ganzer Ökosysteme bedeuten, was wiederum fatale Auswirkung auf das gesamte Klima hat. Die Frage „Warum engagierst du dich überhaupt?“ beantworte ich wie folgt: Wir kennen und haben nur einen Planeten auf dem wir Leben können, und der heißt: Erde. Wir sind gerade auf dem besten Wege uns, und unseren folgenden Genarationen, diese eine Welt zu zerstören. Die Frage sollte eher heißen: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ oder „Wenn nicht wir, wer sonst?“. Zudem bin ich davon überzeugt, dass es Lösungsansätze für die Klimaproblematik gibt, die sogar nicht nur mit Einschränkung in unserer Lebensweise zu tun haben sondern mit Verbesserungen unserer Lebensqualität. Ich denke der Einsatz für eine nachhaltige Lebensweise wird auch gesellschaftliche sowie politische Konflikte Lösen, die soziale Ungerechtigkeit auf der Erde eindämmen und für die gesamte Lebensgemeinschaft auf der Erde von großem Vorteil sein.
Die Grundidee, die hinter meinem Konzept steckt geht davon aus, dass der nachhaltigste und effektivste Weg die enorme Vielfalt der Natur zu schützen Bildung ist. Die Schlüsselrolle, die der Bildung im Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung zukommt wird am durch folgendes Zitat deutlich:
„Schenk einem Mann einen Fisch und er ist für einen Tag satt. Lehre ihn das Fischen und er wird sein Leben lang nicht hungern.“
Es geht bei dem Konzept, nicht darum für einen begrenzten Zeitraum, ein lokales Biotop zu schützen, dass eventuell im globalen Kontext nicht einmal eine Merkbare Rolle spielt. Es geht vielmehr darum, junge Menschen für das Thema Klimaschutz zu begeistern, ihnen biologische Zusammenhänge näher zu bringen, die sie vorher noch nicht wahrgenommen haben. Es geht darum zu zeigen welche spannende und neuartige Perspektiven und Möglichkeiten sich zur Zeit im Bereich des Klimaschutzes und dem Erhalt der Biodiversität auftun, und das Klimaschutz Spaß macht, zur Kreativität anregt und nicht zwangsläufig mit Verzicht zusammenhängt sondern auch mit Bereicherung und einem Mehr an Lebensqualität. Es geht darum ihren Blick für die Vielfalt und den Ideenreichtum zu schärfen und Ihnen den Wert der uns gegebenen Natur schätzen zu lernen. Aber vor allem geht es bei dem nachhaltigen Konzept darum, die Kinder zu Multiplikatoren, des vermittelten Wissens heranzuziehen und ihnen praktische Fähigkeiten zu vermitteln das Wissen an andere weiter zu geben und die Bewegung zu verselbstständigen.
Das Thema des Projektes dreht sich insgesamt um das sehr junge, aber florierende Wissenschaftsgebiet der Bionik. In der Bionik oder Biomimetik werden Prozesse und Erfindungen in der Natur beobachtet und analysiert, und in die Technik der Menschen umgesetzt. Das ist durchaus förderlich für den Erhalt der Artenvielfalt und den Klimaschutz, denn die Natur besitzt bis jetzt zum größten Teil unerforschten Ideenreichtum und „Erfindungen“ von dem die menschliche Zivilisation noch einiges Lernen kann und sollte. Man sagt zum Beispiel, dass die globale Biomasse von allen auf der Erde lebenden Ameisenarten identisch zu der Biomasse der Menschen ist. Ameisen schaffen es, sich in das Ökosystem erfolgreich und mit einem nachhaltigen Lebensstil einzugliedern, Menschen allerdings bekanntlich nicht. Der Grund warum es sich lohnt, Erfindungen aus der Natur abzuschauen liegt darin, dass die Natur zum einen mit den selben Problemen wie die Menschen konfrontiert ist: Die Knappheit der Ressourcen und der daraus resultierende Zwang mit den gegebenen Ressourcen möglichst effizient und sparsam umzugehen. Zum anderen hatte die Natur im Verlauf der Evolution, über Jahrmillionen Zeit ihre Erfindungen auszuprobieren zu verwerfen und zu perfektionieren.
Bei einem Projekt werden Den jungen Menschen in einem ersten Schritt, die Zusammenhänge von Biodiversität, anthropogenen Klimawandel und dem Verhalten der menschlichen Gesellschaft klargemacht und im nächsten Schritt in Praktischen mitmach Workshops Einblicke in Lösungsansätze der Bionik gegeben. Das hat zum einen den Effekt, dass die Jugendlichen, das Wissen praktisch nachvollziehen können, selbst entwickelte Objekte mit nach hause nehmen können und das wissen vor freunden reproduzieren und somit weitergeben können. Zum anderen werden die Kinder für ökologisch-ökonomische Probleme sensibilisiert und lernen den Erfindungs- und Artenreichtum der Natur zu schätzen.
Zum Beispiel Lernen die Kinder und Jugendlichen in dem Unterbereich der Bionik, „Faltstrukturen in Natur und Technik“ Welchen Funktionen (z.B.: Stabilität, Platzsparen und Bewegungsausrichtung) Falten in der Natur haben können und wie die Menschen damit in der Technik Energie und Material sparen können, langlebigere Produkte herstellen können, oder auch Produkte entwickeln können die sich in den Stoffwechselkreislauf der Natur eingliedern und damit neutral für das natürliche Ökosystem werden. Es wird zum Beispiel gezeigt und nachgefaltet, wie aus dem Prinzip, wie sich ein Buchenblatt beim austreten aus der Knospe entfaltet, eine Faltung für ein Sonnensegel in der Raumfahrttechnik entwickelt wurde. Die Raumfahrttechnik ist ohne Frage eine sehr Emissionsreiche und Materialaufwändige Branche. Durch das Sonnensegel, wird eine Treibstofflose Fortbewegung im All möglich. Zugleich sorgt die sogenannte „Leave-in-Faltung“ für eine Material- und Platzsparende Verpackung, die dazu auch noch sehr Fehlerarm und Zuverlässig ist. Jeder Fehler in der Raumfahrt, sollte sich zum Beispiel das Segel einer Sonde nicht aufklappen und damit die Raumsonde um sonst in den Weltraum geschossen worden sein, geht auf die Kosten der Natur und damit auch auf die der Biodiversität.

Die Verwirklichung des Projektes lässt sich in zwei Phasen gliedern:
In der ersten Phase habe ich mich um Unterstützung umgeguckt und einer Institution oder einem Verein, der mich bei der Umsetzung meines Projektes mit praktischer Erfahrung aber auch tiefergehendem theoretischem Wissen unterstützen konnte. Durch die Vermittlung eines Bundesfreiwilligendienstes über die Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bei dem Technischer Jugendbildungsverein in Praxis e. V. (TJP e. V.) bin ich auf solch einen Verein gestoßen, der die Erforderlichen Voraussetzung gewährleisten kann. Der TJP gab mir die Möglichkeit, an einem deutsch-russischen Forschercamp zum Thema Bionik Teilzunehmen. Hier wurden die Teilnehmer sozusagen zu Multiplikatoren des Wissens ausgebildet. Am Ende des Forschercamps mussten sich die verschiedenen Gruppen ihr Wissen und Ihre Erkenntnisse gegenseitig in Form von eigenen PowerPointvorträgen und Demonstrationen gegenseitig präsentieren.
Im zweiten Schritt, der weiterhin im Gange ist, vermittele ich als „ausgebildeter Wissensmultiplikator“ mein Wissen in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des TJP an Schulklassen, die regelmäßig Bildungsveranstaltungen des TJP besuchen. Sogar bei einer Lehrerfortbildung konnte ich mein Wissen schon an Lehrer weitergeben. Die Kinder arbeiten aktiv in den Workshops mit nehmen zum Beispiel selber gefaltete Faltungen, welche Modelle von Bionischen Vorbildern und Umsetzungen in der Technik umfassen, mit nach Hause und erhalten gleichzeitig aber auch einen theoretischen Wissenshintergrund. Kinder wie Lehrer sind durchweg von den Veranstaltungen begeistert und inspiriert. Der TJP wurde 2002 als gemeinnütziger Verein gegründet der sich das ziel gesetzt hat naturwissenschaftliche-technische Jugendbildung zu fördern. Das METEUM (technische Kinder- und Jugendarbeit), das als Untereinheit des TJPs Unterstützer des hier beschriebenen Projekts ist, ist das größte existierende ESF-geförderte Einzelprojekt. Mit meinem Projekt trage ich dazu bei, den nachhaltigen Umweltgedanken an Schulen zu etablieren, auszuweiten und praktisch erlebbar zu machen. Für die Zukunft sind weitere Projekte zum Thema Jugendbildung und Klimaschutz geplant, für deren Umsetzung weitere Spender dringend benötigt werden. Spender ermöglichen, dass es weiteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen möglich sein wird ihre Konzepte in die Tat umzusetzen. An Ideen, Nachfrage und Motivation wird deren Umsetzung nicht scheitern.
Audio- und sonstige Dateien
PDF-Dokument Präsentation Artenvielfalt durch Bionik - Präsentation Artenvielfalt durch Bionik
Weitere Infos:
Organisation:
Technischer Jugendbildungsverein in Praxis e. V. (TJP e. V.)
Ort:
Berlin
Kooperationspartner:
-
Geografisch


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