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Wildpflanzen früher und heute

Die Wildkatzen beim GEO-Tag
Mit unserem selbst hergestellten Wildkräuter-Buffet, Tinkturen und Salben wollen wir unsere Reise mitfinanzieren.
Die Wildkatzen auf der Jugendburg Hessenstein
Jannis, Jonas, Lisa, Jaci, Annika, Felix, Micco, Marco, Valerie, Max, Seline und Katharina
Wildpflanzen-Exkursion
Oli berichtet uns viel über die Nutzung von Wildpflanzen.

Die Wildkatzen gehen auf die Reise - Ein Tagebuch

Die Wildkatzen (Naturschutzjugend - NAJU Staufenberg) haben sich für eine Teilnahme am Wettbewerb in der Kategorie "Wissenschaftliche Reise" zum Thema "Nutzung von Wildkpflanzen - früher und heute" entschieden. Zur Ko-Finanzierung haben wir beim GEO-Tag der Artenvielfalt unseres Vereins am 14.06.2008 ein Wildkräuter-Buffet sowie Kräutertinkturen und Salben hergestellt und angeboten. Die Spendeneinnahmen betrugen rund 50 Euro, die Eltern und der Verein übernahmen die restlichen Kosten der Reise.

Unsere wissenschaftliche Reise führte uns vom 8. - 10.8.2008 zur Jugendburg Hessenstein im Nationalpark Kellerwald. Hier forschten wir gemeinsam mit unseren Gruppenleiterinnen Anja und Rebecca und unserem eingeladenen Gast Oliver (Wissenschaftler aus Leipzig) zum Thema Wildpflanzen. Drei Tage lang arbeiteten wir zu dem Thema auf kreative und vielfältige Weise.

Wie wir die Reise vorbereitet und was wir erlebt haben, schaut ihr euch am Besten in unserer Präsentation an, die ihr hier herunterladen könnt (Achtung, 42 MB, dauert ein wenig, zum Starten der Präsentation in der Menueleiste auf "Bildschirmpräsentation" gehen und "Bildschirmpräsentation vorführen" anklicken):

http://www.wildfährte.de/Wildkatzen_Tagebuch

 

... oder ihr lest einfach in unserem Tagebuch nach:

 

07.03.2008: Erste Planungen zum Wettbewerb bei der DBU

Wir hören von dem Wettbewerb "Entdecke die Vielfalt der Natur" der DBU und beschließen, daran teilzunehmen. Zunächst erfolgt die Themenwahl. Die Wahl fällt uns nicht leicht, wir entscheiden uns aber schließlich für das Thema "Wildplfanzen und deren Nutzung früher und heute" und der Kategorie "Reise mit wissenschaftlichem Ansatz". Zur Mitfinanzierung der Reise wollen wir beim GEO-Tag der Artenvielfalt unseres Vereins (NABU Staufenberg) am 14.6. ein Wildkräuter-Buffet, Spitzwegerichtinktur und Schafgarbensalbe herstellen und anbieten. Außerdem wollen wir den Vorstand fragen, ob er zu unserer Reise etwas dazu bezahlt.

 

19.04.2008: Kochen mit Wildkräutern - Probe für den GEO-Tag

Wir sammeln Wildkräuter im Garten der Waldschule Daubringen (dort finden manchmal unsere Gruppenstunden statt). Aus Brennnesseln, Giersch, Löwenzahn und Gundelrebe stellen wir leckere Speisen her: Wildkräuter-Brötchen, Wildkräuter-Butter, Brennnessel-Limonade und Brennnessel-Giersch-Küchlein. Die Köstlichkeiten wurden anschließend von der Wildkatzen-Jury bewertet und für gut befunden. Das Wildkräuter-Buffet für den GEO-Tag steht ... .

Außerdem beschließen wir, für unsere Reise zum Thema „Wildpflanzen früher und heute“ zur Jugendburg Hessenstein zu fahren, die unmittelbar neben dem Nationalpark Kellerwald-Edersee liegt. Wir einigen uns auf den Termin 8. – 10.8.2008. Die Jugendburg ist die älteste Jugendherberge Hessens und gehört seit diesem Jahr zu 1/3 dem NABU Hessen, hier findet schon seit Jahren Umweltbildung statt.

02.05.2008: Spitzwegerichtinktur & Weitere Reiseplanung

Wir sammeln Spitzwegerich auf einer Wiese in der Lumda-Aue und stellen Spitzwegerich-Tinktur her, die wir beim GEO-Tag anbieten wollen.

Weitere Planungen zur Reise. Wir laden Oliver Thier, einen Wissenschaftler der Universität Leipzig - und Rebecca's Freund - zur Reise als Referent ein. Er ist Biologe und kennt sich sehr gut mit Wildpflanzen aus.

Wir beschließen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Jugendburg zu fahren. Das schont die Umwelt. Wir recherchieren im Internet die Verkehrsanbindungen und stellen fest, dass wir mit dem Zug bis Frankenberg fahren können und dort in einen Bus umsteigen müssen, der bis zur Burg fährt. Die Verkehrsanbindung scheint gut zu sein!

16.05.2008: Vorbereitungen für den GEO-Tag der Artenvielfalt

Wir wandern zu den Feuchtwiesen bei Daubringen (dort findet der GEO-Tag statt) und schauen uns die Pflanzen an, die dort wachsen. Anja erzählt uns einige interessante Nutzungen der dort vorkommenden Pflanzen. Einige von uns erklären sich bereit, beim GEO-Tag einen Kurzvortrag zu einer ausgewählten Pflanze zu halten. Lisa über das Gänsefingerkraut, Jannis über den Sauerampfer, Valerie über die Brennnessel, Max über den Löwenzahn und Jaci über den Spitzwegerich.

06.06.2008: Wir stellen Schafgarbensalbe her

Weitere Vorbereitungen für den GEO-Tag am 14. Juni: Wir sammeln Schafgarbe, kochen daraus Salbe und füllen sie ab. Außerdem füllen wir die fertige Spitzwegerichtinktur in Fläschchen ab.

13.06.2008: Letzte Vorbereitungen für den GEO-Tag

Wir stellen für das Wildkräuter-Buffet Brennnesselküchlein, Wildkräuter-Nudelsalat, Schafskäse-Wildkräuter-Taccos und Wildkräuter-Pesto her.

Aber auch unsere Reise muss weiter geplant werden: Wir legen den Ablauf fest und fragen die Kollegen von der NAJU Frankenberg, ob sie uns einen Fledermaus-Vortrag mit Exkursion auf der Jugendburg anbieten können. Samstag und Sonntag wollen wir zum Thema „Nutzung von Wildpflanzen“ arbeiten, Oli (und Anja) sollen die Referenten sein.

14.06.2008: GEO-Tag der Artenvielfalt

Heute ist es endlich soweit! Unser Verein (NABU und NAJU Staufenberg) veranstaltet den GEO-Tag der Artenvielfalt bei den Feuchtwiesen in Daubringen. Vormittags findet zunächst eine Schmetterlings-Exkursion mit Herrn Brockmann statt. Da das Wetter für Schmetterlinge nicht sehr schön ist (es regnet!), gibt es leider nicht so sehr viel zu sehen. Mittags bieten wir unser Wildkräuterbuffet, die Salben, Tinturen und das Pesto an. Von den Spendeneinnahmen bleiben uns nach Abzug der Kosten 55 Euro. Damit können wir unsere Reise nicht komplett finanzieren, aber es ist ein guter Zuschuss!

Nach dem Essen halten Max, Lisa, Valerie, Jaci und Jannis ihr Kurzvorträge, die super gut angekommen sind!

05.08.2008: Letzte Vorbereitungen zur Reise

Die NAJU Frankenberg sagt uns zu, am Freitag von 20 bis 23 Uhr einen Fledermaus-Vortrag mit Exkursion um die Burg zu machen. Klasse!

Außerdem letzte Rundmail, das auch alle pünktlich am Bahnhof in Gießen sind!

08.08.2008: Unsere Reise zur Jugendburg Hessenstein beginnt!

Wir treffen uns um 15.45 Uhr vor dem Bahnhof in Gießen und kommen nach einer 1,5-stündigen Fahrt mit Bus und Bahn und nach einem 15-minütigem steilen Aufstieg in der Jugendburg Hessenstein an. Nach dem Abendessen beziehen wir unsere Zimmer und richten unseren Arbeitsraum in der „Fledermaushöhle“ ein. Hierher kommt um 20 Uhr Lars Jerrentrup von der NAJU Frankenberg und hält uns einen tollen Dia-Vortrag über das Leben von Fledermäusen. Er hat noch nie einen Vortrag vor einer anderen NAJU-Gruppe gehalten und ist begeistert, wie viel wir schon über Fledermäuse wissen. Nach dem Vortrag gehen wir mit Detektor und Scheinwerfer vor die Burg und können Zwerg-Fledermäuse beobachten und hören. Auch einen Abendsegler hören wir.

09.08.2008: Wildpflanzen-Exkursion und Naturerlebnis

Nach dem Frühstück ziehen wir los und machen eine Exkursion. Wir bestimmen Wildpflanzen am Wald- und Wegrand, Oliver und Anja erzählen uns allerhand über deren Nutzung. Wir schreiben alles mit und nehmen einige Exemplare der Pflanzen für ein Herbarium mit. Insgesamt haben wir 24 Kräuter gefunden und bestimmt.

Nachmittags gehen wir dann hoch in den Wald. Dort sammeln wir Äste von 14 Bäumen und Sträuchern und bestimmen sie. Oliver erzählt uns wieder einiges über die Pflanzen, besonders die Tollkirsche hat uns sehr beeindruckt.

Nach den beiden Exkursionen und den vielen Informationen zu Wildpflanzen stellen wir unsere Eindrücke vom Tag künstlerisch dar. Am Waldboden formen wir aus Ästen einen Bilderrahmen und stellen aus Naturmaterialien zwei- und dreidimensional dar, was uns an diesem Tag in der Natur am meisten beeindruckt hat.

Abends haben Rebecca und Anja Gruppen- und Nachtspiele vorbereitet. Viel Spaß hatten wir bei dem "Rotklee-Hummel-Spiel", welches sich Anja und Rebecca ausgedacht haben. Auch die Nachtspiele im dunklen Wald haben uns sehr viel Spaß gemacht. Gehört haben wir einen Waldkauz und die Gemeine Strauchschnecke.

10.08.2008: Unsere Reise geht zu Ende

Vormittags bestimmen wir in der Fledermaushöhle noch einige Pflanzen vom Vortag und herbarisieren einige der gefundenen Pflanzen. Annika will sich um das Herbarium kümmern. Wir beschließen, unseren Wettbewerbsbeitrag - die wissenschaftliche Reise - mit einer Power-Point-Präsentation zu dokumentieren. Wir verteilen die Aufgaben: Annika, Valerie, Max und Felix gestalten den Entwurf der Präsentation, Rebecca wird ihnen dabei helfen und kümmert sich um den "Feinschliff". Valerie und Jannis werden die "Sprecher" aus dem "OFF" sein. Jaci bereitet die Artenliste auf. Die Bewerbung bei der DBU soll mit einem "Tagebuch" und der Präsentation gemacht werden. Außerdem wollen wir der Jury ein Kostprobenpaket mit Spitzwegerichtinktur, Schafgarbensalbe, Binsendocht-Kerzen und Eichelkaffee schicken. 


Zum Schluß reden wir noch mal über unsere Eindrück auf der Burg: Die Unterkunft hat uns sehr gut gefallen, dass Essen war abwechslungsreich, es gab immer frisches Obst, Salat und Gemüse. Die Verkehrsanbindung zur Jugendburg war sehr gut. Die Natur rund um die Jugendburg ist vielfältig: Artenreiche Wiesen, Wälder und Wegränder. Toll! Diese Jugendherberge können wir wirklich weiter empfehlen!

Nach dem Mittagessen treten wir um 13.30 Uhr den Heimweg an und kommen um 17 Uhr nach einer kleinen Zugverspätung müde aber glücklich zu Hause an.

22.08. und 12.09.2008: Nachbereitung der Reise und Zusammenstellung vom Kostproben-Paket für die Jury

Annika und Valerie zeigen uns ihren Präsentationsentwurf: Wir sind begeistert! Wir arbeiten gemeinsam am Entwurf, Valerie und Jannis sprechen die Texte ein.

Wir sammeln Binsen und grüne Eicheln und stellen das Kostprobenpaket her: Die Eicheln werden geschält, geröstet und fein gemahlen. Aus dem Mark der Binsen werden Kerzendochte zurecht geschnitten und mit Wachs in Walnuss-Hälften zu Kerzen gegossen. In das Paket kommen noch Spitzwegerichtinktur und Schafgarbensalbe - fertig!

Wir haben es geschafft! Die Reise wird uns immer in Erinnerung bleiben! Wir haben viel über Wildpflanzen gelernt und sind als Gruppe noch mehr zusammen gewachsen.

 

 

   
Weitere Info:
Organisation: NAJU Staufenberg
Ort: Staufenberg
Internet:
   
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