Vorschau - Bewerbungen - Entdecke die Vielfalt der Natur_
Waldkunst- und Theaterprojekt
Unsere Gruppe mit den Tiermasken
Wir schauen uns die Tierpräparate des Waldforums an
Wir bauen Tiermasken für das Theaterstück
Wir bauen Tiermasken für das Theaterstück
Wir bauen Tiermasken für das Theaterstück
So sehen unsere Baummardermasken aus
Das ist unsere Dachsmaske
Eichhörnchenmasken sind auch dabei
Wir haben sogar eine Eulenmaske gebastelt
Zwei Fuchsmasken gehören auch dazu
Die Rehmaske darf natürlich nicht fehlen
Die Siebenschläfermaske
Unser Buntspecht
Eine Waldkauzmaske
Das Waldmonster
Eine Wildschweinmaske
Und nicht nur eine...
Wolfsmaske!
Der Wolf hat sich ein Versteck gesucht
Unsere Tiermasken im Wald
Beim Bau der Waldbühne 2 - Tierbauten
Dort klettert der Siebenschläfer in seinen Baum
Wir zeichnen eine Geräuschlandkarte
dazu muss man ganz still sein
und auf die Geräusche der Natur hören
dann zeichnet man eine Geräuschkarte
Wir hören eine Geräuschgeschichte
Wir suchen verschiedene Teile einer Buche
und legen daraus ein Buchenbild
Wir sammeln Brauntöne
Grautöne
Grüntöne
und Gelbtöne im Wald
Wir haben den Waldkauzruf nachgemacht
Waldmenü: Nudeln und Wildkräutersoße
Waldtiere bauen: Ein Igel im Moosbett
Unser "Hutständer-Reh" ist besonders schön geworden
Wurzel-Wildschwein
Der Elch mit einem Pilz im Maul
...und dieser Igel ist aus Moos gebaut
Das Eichhörnchen
Ein kleines Reh steht an einem Baum
Diese "Naturkunst-Station" heißt "Im Gleichgewicht"
Waldkunst- und Theaterprojekt
Waldkunst- und Theaterprojekt
Ein Herbstwaldprojekt
für Kinder
im Alter von 8 - 12 Jahren
zur kreativen Entdeckung
der biologischen Vielfalt
Vom 13. bis 17. Oktober 2008 trafen wir uns jeden Morgen um 8.00 Uhr auf einem Waldparkplatz in der Buchhorst, einem Wald am Stadtrand von Braunschweig:
22 Braunschweiger Kinder,
eine Praktikantin aus Ungarn
und zwei Waldpädagoginnen des Fördervereins Waldforum Riddagshausen e.V.,
um die Geheimnisse des Waldes auf kreative Weise zu entdecken.
Wir ließen uns von den vielfältigen Farben,
Formen,
Gerüchen,
Materialien
und Geräuschen des Waldes inspirieren und wurden selbst aktiv und kreativ.
Täglich waren wir sieben Stunden in der Natur unterwegs
– nur zum Maskenbau für eine Theateraufführung im Wald wurden die Räumlichkeiten des Waldforums Riddagshausen für ein paar Stunden genutzt.
Hier entwarfen wir nach dem genauen Studium von Präparaten Tiermasken von heimischen Waldtieren.
Jedes Kind konnte sich ein Wunschtier wählen.
Da nicht alle Tiere als Präparat zur Verfügung standen, wurden Wölfe, Siebenschläfer & Co. nach Vorlagen aus Büchern entwickelt.
Mit einer phantasievoll gestalteten Tiermaske verwandelten sich die Kinder innerhalb kurzer Zeit in
Wildschweine,
Dachse,
Wölfe,
Eulen,
Eichhörnchen,
Baummarder,
Rehe,
Siebenschläfer,
Buntspechte,
ein Waldmonster
und einen Jäger
und wollten wissen,
wo sie leben,
wie sie leben,
was sie fressen
und von wem sie gefressen werden.
So erfuhren wir z.B., dass die Eichhörnchenbabys soviel wiegen wie ein Zuckerstückchen!
Zurück im Wald lebten sich die „Waldtiere“ sofort ein:
Ein Wolf versteckte sich in einer alten Röhre,
Dachs und Fuchs bauten sich eine Wohnhöhle,
Eichhörnchenund Siebenschläfer kletterten in einen Baum,
die Eule setzte sich auf einen alten Baumstamm,
das Wildschwein suhlte sich im Erdloch,
die Baummarder suchten sich eine Baumhöhle
und die Wölfe heulten aus dem Gestrüpp im Hintergrund.
In kurzer Zeit entstanden die ersten Requisiten für eine Waldbühne, die vollständig aus Naturmaterialien gebaut wurde.
Mit der Vorgabe, das alle Tierschauspieler teilnehmen sollten, entwickelten wir in zwei Gruppen ein kleines Theaterstück.
Die beiden Waldbühnen wurden in den nächsten Tagen von den Kindern ausgestattet:
Zuschauerplätze aus Totholz,
ein Jägerstand,
Tierverstecke unter bemoosten Baumriesen
und mit Laub bedeckte Höhlen.
Zur Abschlussveranstaltung, zu der Eltern und Geschwister eingeladen wurden, konnten wir die Waldtiergeschichten mitten im Wald auf den beiden Waldbühnen vorführen.
Neben dem Theaterspiel im Wald unternahmen wir Lauschgänge, da in der Natur Manches nicht zu sehen, aber zu hören ist.
Um das Gehörte festzuhalten, suchten sich alle Kinder einen Platz, um über einen längeren Zeitraum alles Gehörte aufzuzeichnen:
Verschiedene Vogelstimmen wie
Krähen,
Tauben,
und Meisen,
fallende Blätter
und Eicheln,
aber auch „unnatürliche“ Geräusche wie Züge und Autos
wurden genau notiert und zum Teil mit Strichlisten nach Häufigkeit festgehalten.
Wir kamen auf die Idee, eine eigene „Geräuschgeschichte“ zu entwickeln, bei der
Käuzchenrufe,
Ameisen,
Wind und Wetter eine Rolle spielten.
Während der Projektwoche ging es nicht nur um die Tier - ,
sondern auch um die Vielfalt der Pflanzenwelt:
Aus Blättern,
Knospen,
Früchten,
Rindenstücken
und Herbstlaub
einer Buche legten wir ein Baumbild in einem Holzrahmen aus Totholz:
Ein kleines „Naturkunstwerk“, das am nächsten Tag vom fallenden Herbstlaub wie von einem Vorhang bedeckt wurde.
Wir sammelten auch die verschiedenen Farben des Herbstwaldes und stellten damit Bilder in Holzrahmen zusammen.
Leicht war es für die Gruppe, die Gelbtöne finden sollte,
auch Braun- und Grüntöne waren nicht schwierig.
Bei den Grautönen nutzten wir Federn und Pilze als Farbgebung.
Besonders schwer hatte es die Gruppe, die Rot, Lila, Rosa und Blau suchen sollte:
Nur am Waldrand fanden sich rote Hagebutten und die rosa Früchte vom giftigen Pfaffenhütchen.
Auf einem Ackerblühstreifen am Waldrand fand sich dann auch noch
Rotklee,
Natternkopf
und sogar eine Ringelblume!
Mittags gingen wir jeden Tag zu einer Waldhütte mit Feuerstelle und kochten ein Waldmenü auf dem Feuer.
Manchmal sammelten wir auch Wildkräuter wie
Knoblauchrauke,
Brennnesseln
Breitwegerich,
Ackersenf,
Rotklee
und Brennnesselsamen,
um daraus eine leckere Soße zu kochen.
Nach dem Essen konnten wir dann
am Feuer kokeln,
uns bei einem heißen Apfeltee, der natürlich auch auf dem Feuer gekocht wurde,
entspannen
oder auf dem Gelände der Waldhütte spielen.
Einige Kinder bauten eine "Waldpizzeria".
Dort gab es leckere Pizzen zu kaufen.
Baumscheiben, belegt mit:
Fichtenzweigen,
Roteichenblättern,
Bänderschnecken,
Roteicheln,
Waldpilzen
und vielen anderen Waldzutaten.
Sie kosteten zwischen 10 und 20 Roteicheln pro Stück...
Allerdings gab es auch einen Überfall, bei dem viele Roteicheln gestohlen wurden!
Bei schönem Wetter harkten wir einen rieseigen Laubhaufen zusammen, um uns dann hineinzuwerfen!
Einen Tag bevor Eltern, Großeltern und Geschwister unsere Ergebnisse anschauen sollten, bauten wir einen richtigen Waldzoo auf:
Ein Wurzelwildschein
und einen Wurzeligel,
einen Elch mit einem Pilzvorrat im "Kühlschrank",
ein Eichhörnchen aus Moos,
eine Wildente im Schilf
sowie Rehe
und Hirsche aus Stöckern und Blättern.
Das Waldpferd
und der fliegende Graureiher mit einem Fisch im Schnabel
sahen fast aus wie die Kunstwerke von dem bekannten Naturkünstler Andy Goldsworthy!
Die sieben Stunden vergingen schnell - aber auf dem Rückweg zum Waldparkplatz hatten alle wieder Hunger und es gab immer noch einen Nachtisch, damit wir den Weg auch schafften.
Am letzten Tag, an dem wir unsere Ergebnisse vorzeigten, waren wir sogar über 10 Stunden in der Natur unterwegs.
Vor lauter Aufregung merkten das die meisten Kinder allerdings gar nicht.
Wir stellten an diesem Tag unser "Waldatelier" vor und zeigten die Tier-Theaterstücke auf unseren beiden Waldbühnen.
Nachdem sich noch alle Familien eine Waldpostkarte mit den Farben der Natur zur Erinnerung gemalt hatten, gab es zum Abschluss der Projektwoche Stockbrot am Lagerfeuer und alle Kinder wurden von den Waldpädagoginnen verabschiedet.
Wir bedanken uns bei:
der Sonne, die fast die ganze Zeit schien
den Niedersächsischen Landesforsten, die unser Projekt finanziell unterstützten
dem Förderverein Waldforum Riddagshausen e.V.
der Försterin Gabriela Hülse, die uns mit Rat und Tat zur Seite stand
dem Förster Dirk Strauch, der uns mit ausreichend Brennholz versorgte
der FÖJlerin Jasmin Halenka, die uns beim Maskenbau half
der Praktikantin Alexandra Tuth, die unsere Aktionen fotografierte und uns etwas Ungarisch beibrachte