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Waldkunst- und Theaterprojekt

Gruppenbild
Unsere Gruppe mit den Tiermasken
Tierpräperate
Wir schauen uns die Tierpräparate des Waldforums an
Maskenbau1
Wir bauen Tiermasken für das Theaterstück
Maskenbau2
Wir bauen Tiermasken für das Theaterstück
Maskenbau3
Wir bauen Tiermasken für das Theaterstück
Baummarder
So sehen unsere Baummardermasken aus
Dachs
Das ist unsere Dachsmaske
Eichhörnchen
Eichhörnchenmasken sind auch dabei
Eule
Wir haben sogar eine Eulenmaske gebastelt
Füchse
Zwei Fuchsmasken gehören auch dazu
Reh
Die Rehmaske darf natürlich nicht fehlen
Siebenschläfer
Die Siebenschläfermaske
Specht
Unser Buntspecht
Waldkauz
Eine Waldkauzmaske
Waldmonster
Das Waldmonster
Wildschwein
Eine Wildschweinmaske
Wolf
Und nicht nur eine...
Wölfe
Wolfsmaske!
Wolfbau
Der Wolf hat sich ein Versteck gesucht
Tiermasken
Unsere Tiermasken im Wald
Bühnenbild Theater
Beim Bau der Waldbühne 2 - Tierbauten
Siebenschläferbaum
Dort klettert der Siebenschläfer in seinen Baum
Geräuschezeichnen1
Wir zeichnen eine Geräuschlandkarte
Geräuschezeichnen2
dazu muss man ganz still sein
Geräuschezeichnen3
und auf die Geräusche der Natur hören
Geräuschezeichnen4
dann zeichnet man eine Geräuschkarte
Geräuschgeschichte
Wir hören eine Geräuschgeschichte
Buchenteile
Wir suchen verschiedene Teile einer Buche
Buchenbild
und legen daraus ein Buchenbild
Brauntöne
Wir sammeln Brauntöne
Grautöne
Grautöne
Grüntöne
Grüntöne
Gelbtöne
und Gelbtöne im Wald
Waldkauzruf
Wir haben den Waldkauzruf nachgemacht
Waldmenü kochen
Waldmenü: Nudeln und Wildkräutersoße
Waldtiere bauen1
Waldtiere bauen: Ein Igel im Moosbett
Waldtiere bauen2
Unser "Hutständer-Reh" ist besonders schön geworden
Waldtiere bauen3
Wurzel-Wildschwein
Waldtiere bauen4
Der Elch mit einem Pilz im Maul
Waldtiere bauen5
...und dieser Igel ist aus Moos gebaut
Waldtiere bauen6
Das Eichhörnchen
Waldtiere bauen7
Ein kleines Reh steht an einem Baum
Waldkunst Gleichgewicht
Diese "Naturkunst-Station" heißt "Im Gleichgewicht"

Waldkunst- und Theaterprojekt

Waldkunst- und Theaterprojekt

 

Ein Herbstwaldprojekt

für Kinder

im Alter von 8 - 12 Jahren

zur kreativen Entdeckung

der biologischen Vielfalt 

 


Vom 13. bis 17. Oktober 2008 trafen wir uns jeden Morgen um 8.00 Uhr  auf einem Waldparkplatz in der Buchhorst, einem Wald am Stadtrand von Braunschweig:


22 Braunschweiger Kinder,

eine Praktikantin aus Ungarn

und zwei Waldpädagoginnen des Fördervereins Waldforum Riddagshausen e.V.,

um die Geheimnisse des Waldes auf kreative Weise zu entdecken.


Wir  ließen uns von den vielfältigen Farben,

Formen,

Gerüchen,

Materialien

und Geräuschen des Waldes inspirieren und wurden selbst aktiv und kreativ.


Täglich waren wir sieben Stunden in der Natur unterwegs


– nur zum Maskenbau für eine Theateraufführung im Wald wurden die Räumlichkeiten des Waldforums Riddagshausen für ein paar Stunden genutzt.


Hier entwarfen wir nach dem genauen Studium von Präparaten Tiermasken von heimischen Waldtieren.


Jedes Kind konnte sich ein Wunschtier wählen.


Da nicht alle Tiere als Präparat zur Verfügung standen, wurden Wölfe, Siebenschläfer & Co. nach Vorlagen aus Büchern entwickelt.


Mit einer phantasievoll gestalteten Tiermaske verwandelten sich die Kinder innerhalb kurzer Zeit in


Wildschweine,


Dachse,


Wölfe,


Eulen,


Eichhörnchen,


Baummarder,


Rehe,


Siebenschläfer,


Buntspechte,


ein Waldmonster


und einen Jäger


und wollten wissen,


wo sie leben,


wie sie leben,


was sie fressen


und von wem sie gefressen werden.


So erfuhren wir  z.B., dass die Eichhörnchenbabys soviel wiegen wie ein Zuckerstückchen!



Zurück im Wald lebten sich die „Waldtiere“ sofort ein:


Ein Wolf versteckte sich in einer alten Röhre,


Dachs und Fuchs bauten sich eine Wohnhöhle,


Eichhörnchen  und Siebenschläfer kletterten in einen Baum,


die Eule setzte sich auf einen alten Baumstamm,


das Wildschwein suhlte sich im Erdloch,


die Baummarder suchten sich eine Baumhöhle


und die Wölfe heulten aus dem Gestrüpp im Hintergrund.



In kurzer Zeit entstanden die ersten Requisiten für eine Waldbühne, die vollständig aus Naturmaterialien gebaut wurde.


Mit der Vorgabe, das alle Tierschauspieler teilnehmen sollten, entwickelten wir in zwei Gruppen ein kleines Theaterstück.


Die beiden Waldbühnen wurden in den nächsten Tagen von den Kindern ausgestattet:


Zuschauerplätze aus Totholz,


ein Jägerstand,


Tierverstecke unter bemoosten Baumriesen


und mit Laub bedeckte Höhlen.


Zur Abschlussveranstaltung, zu der Eltern und Geschwister eingeladen wurden, konnten wir die Waldtiergeschichten mitten im Wald auf den beiden Waldbühnen vorführen.



Neben dem Theaterspiel im Wald unternahmen wir Lauschgänge, da in der Natur Manches nicht zu sehen, aber zu hören ist.


Um das Gehörte festzuhalten, suchten sich alle Kinder einen Platz, um über einen längeren Zeitraum alles Gehörte aufzuzeichnen:


Verschiedene Vogelstimmen wie


Krähen,

Tauben,

und Meisen,

fallende Blätter

und Eicheln,

aber auch „unnatürliche“ Geräusche wie Züge und Autos

wurden genau notiert und zum Teil mit Strichlisten nach Häufigkeit festgehalten.


Wir kamen auf die Idee, eine eigene „Geräuschgeschichte“ zu entwickeln, bei der

Käuzchenrufe,

Ameisen,

Wind und Wetter eine Rolle spielten.


Während der Projektwoche ging es nicht nur um die Tier - ,

sondern auch um die Vielfalt der Pflanzenwelt:

Aus Blättern,

Knospen,

Früchten,

Rindenstücken

und Herbstlaub

einer Buche legten wir ein Baumbild in einem Holzrahmen aus Totholz:


Ein kleines „Naturkunstwerk“, das am nächsten Tag  vom fallenden Herbstlaub wie von einem Vorhang bedeckt wurde.


Wir sammelten auch die verschiedenen Farben des Herbstwaldes und stellten damit Bilder in Holzrahmen zusammen.


Leicht war es für die Gruppe, die Gelbtöne finden sollte,


auch Braun- und Grüntöne waren nicht schwierig.


Bei den Grautönen nutzten wir Federn und Pilze als Farbgebung.


Besonders schwer hatte es die Gruppe, die Rot, Lila, Rosa und Blau suchen sollte:


Nur am Waldrand fanden sich rote Hagebutten und die rosa Früchte vom giftigen Pfaffenhütchen.

Auf einem Ackerblühstreifen am Waldrand fand sich dann auch noch

Rotklee,

Natternkopf

und sogar eine Ringelblume!


Mittags gingen wir jeden Tag zu einer Waldhütte mit Feuerstelle und kochten ein Waldmenü auf dem Feuer.


Manchmal sammelten wir auch Wildkräuter wie

Knoblauchrauke,

Brennnesseln

Breitwegerich,

Ackersenf,

Rotklee

und Brennnesselsamen,


um daraus eine leckere Soße zu kochen.


Nach dem Essen konnten wir dann

am Feuer kokeln,

uns bei einem heißen Apfeltee, der natürlich auch auf dem Feuer gekocht wurde,

entspannen

oder auf dem Gelände der Waldhütte spielen.


Einige Kinder bauten eine "Waldpizzeria".

Dort gab es leckere Pizzen zu kaufen.

Baumscheiben, belegt mit:

Fichtenzweigen,

Roteichenblättern,

Bänderschnecken,

Roteicheln,

Waldpilzen

und vielen anderen Waldzutaten.

Sie kosteten zwischen 10 und 20 Roteicheln pro Stück...

Allerdings gab es auch einen Überfall, bei dem viele Roteicheln gestohlen wurden!

Bei schönem Wetter harkten wir einen rieseigen Laubhaufen zusammen, um uns dann hineinzuwerfen!


Einen Tag bevor Eltern, Großeltern und Geschwister unsere Ergebnisse anschauen sollten, bauten wir einen richtigen Waldzoo auf:

Ein Wurzelwildschein

und einen Wurzeligel,

einen Elch mit einem Pilzvorrat im "Kühlschrank",

ein Eichhörnchen aus Moos,

eine Wildente im Schilf

sowie Rehe

und Hirsche aus Stöckern und Blättern.


Das Waldpferd

und der fliegende Graureiher mit einem Fisch im Schnabel

sahen fast aus wie die Kunstwerke von dem bekannten Naturkünstler Andy Goldsworthy!


Die sieben Stunden vergingen schnell - aber auf dem Rückweg zum Waldparkplatz hatten alle wieder Hunger und es gab immer noch einen Nachtisch, damit wir den Weg auch schafften.


Am letzten Tag, an dem wir unsere Ergebnisse vorzeigten, waren wir sogar über 10 Stunden in der Natur unterwegs.

Vor lauter Aufregung merkten das die meisten Kinder allerdings gar nicht.

Wir stellten an diesem Tag unser "Waldatelier" vor und zeigten die Tier-Theaterstücke auf unseren beiden Waldbühnen.


Nachdem sich noch alle Familien eine Waldpostkarte mit den Farben der Natur zur Erinnerung gemalt hatten, gab es zum Abschluss der Projektwoche Stockbrot am Lagerfeuer und alle Kinder wurden von den Waldpädagoginnen verabschiedet.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wir bedanken uns bei:

  • der Sonne, die fast die ganze Zeit schien
  • den Niedersächsischen Landesforsten, die unser Projekt finanziell unterstützten
  • dem Förderverein Waldforum Riddagshausen e.V.
  • der Försterin Gabriela Hülse, die uns mit Rat und Tat zur Seite stand
  • dem Förster Dirk Strauch, der uns mit ausreichend Brennholz versorgte
  • der FÖJlerin Jasmin Halenka, die uns beim Maskenbau half
  • der Praktikantin Alexandra Tuth, die unsere Aktionen fotografierte und uns etwas Ungarisch beibrachte

   
Weitere Info:
Organisation: Feriengruppe: "Waldkunst- und Theaterprojekt"
Ort: Braunschweig
Internet:
   
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